Samstag, 21. April 2012
Die gute alte Zeit - Das Matriarchat
Dann kam eine Zeit in der die Frauen feststellten, dass es eigentlich keine dumme Idee wäre, die Welt aus der zweiten Reihe zu lenken. Der eine oder andere ansehnliche Mann wurde zum Häuptling gemacht und seine Frau genoss weiterhin das Ansehen der Firstlady, hatte aber nicht mehr die Arbeit mit der operativen Verwaltung der Stammesangelegenheiten. Heute würde man vielleicht sagen, dass sie vom Vorstand in den Aufsichtsrat gewechselt ist. Der neue Häuptling hat das getan, was er für richtig hielt. Allerdings hat er höchst selten eine Entscheidung gefällt, die seine Frau für falsch hielt.
Mit dieser Regierungsform ging es dann durch die Jahrhunderte. Bis die Frauen vergaßen, dass sie eigentlich die gesamte Zeit die Welt regiert hatten. Das war der Beginn der Emanzipation.
Mittwoch, 18. Januar 2012
Alle Programmiersprachen sind gleich
Die Schwierigkeit in einer neuen Programmiersprache Fuss zu fassen besteht nicht darin, die Syntax der neuen Programmiersprache zu erlernen, da diese häufig ähnlich zu einer Programmiersprach ist, die man bereits beherscht, sondern das neue Umfeld zu erlernen: Welche Bibliotheken gibt es, wie werden Front-Ends entwickelt, welche Konzepte zum Datenbank-Zugriff gibt es, wie funktioniert das Deployment, etc.
Im Gegensatz zu den 80er Jahren besteht die Herausforderung nicht mehr darin, möglichst viele Programmiersprachen zu kennen, sondern sich in möglichst vielen unterschiedlichen Feldern auszukennen. Während man in den 80ern recht schnell von Turbo Pascal auf C umgestiegen war sind die Wege heute weiter und das Umfeld komplexer.
Wer die Java-Syntax beherscht, der kann eigentlich schon fast C#. Die Syntax ist sehr ähnlich, auch Java-Script sieht ganz ähnlich aus. Aber der Weg von Java zu C# führt in die .NET-Welt - und .NET zu lernen ist das größere Thema als die C#-Syntax zu verinnerlichen. Wenn man sich in die Java-Script-Welt bewegt, befindet man sich im Web-Umfeld und hier muss man neben der Java-Script-Syntax plötzlich HTML, CSS, PHP, Client-Server-Architektur und Browser-Abhängigkeiten beherschen.
Wie weit ist nun der Weg für einen SAP-Programmierer mit viel Erfahrung in 3-stufigen-Client-Server-Systemen, betriebswirtschaftlichen Prozessen und SAP-internen Technologien zur DirectX-Entwicklung unter Windows. Im professionellen Bereich ist so ein Schritt quasi ausgeschlossen und das liegt nicht daran, dass man als ABAP-Experte kein C++ lernen könnte. Das Umfeld ist derart unterschiedlich, dass kaum Wissen transferierbar ist.
Aber war das nicht auch schon in den 80ern so? Wer Hosts programmiert hat, war noch lange kein PC-Experte oder kannte sich auf dem C64 aus. Wer ein Crack in Assembler war, musste noch lange kein Prolog verstehen.
Die Entwicklerszene ist stark spezialisiert. Generelles Programmierwissen kann nur ein Einstieg sein.
Samstag, 12. Februar 2011
Sieg durch militärische Zurückhaltung in Ägypten
Das ägyptische Volk ist aktiv und kämpft um sein Menschenrecht für Freiheit und Demokratie. Das Militär verhält sich besonnen, passiv und professionell. Es dient dem Volk und führt das aus wofür es geschaffen wurde: Das ägyptische Volk zu schützen. Die Deutsche Wiedervereinigung hat stark von der besonnen Haltung der NVA profitiert und wäre nicht so unblutig verlaufen, wenn die Soldaten der ehemaligen DDR sich nicht so professionell und menschlich verhalten hätten.
Die Militärführung in Ägypten hat die schwierigste Situation gemeistert und muss nun weiter Ruhe bewahren, besonnen und professionell bleiben. Eingerissen sind nun die verhassten Strukturen und die Reste werden sich schnell auflösen. Nun besteht die Herausforderung darin, ein System aufzubauen, mit dem Ägypten langfristig glücklich wird. Eine Demokratie, nach westlichem Vorbild würde die Beziehungen zu Europa und in die USA verbessern. Sehr bedauerlich wäre ein Gottesstaat, der sich verfestigen würde und sich durch freie Wahlen nicht wandeln ließe.
Die eigentliche Arbeit beginnt in Ägypten jetzt. Nach den Siegesfeiern müssen die Ärmel hochgekrempelt werden und die Ägypter müssen weiterhin zeigen, dass sie es schaffen und ihr Land mit einer friedliche Revolution nach dem Willen des Volkes wandeln können.
Dienstag, 4. Januar 2011
Warum der Feind meines Feindes mein Freund ist
Wenn man annimmt das eine positive Zahl Freundschaft und eine negative Zahl Feinschaft bedeutet und weiterhin annimmt, dass eine große Zahl für eine stark aus geprägt Freundschaft oder Feindschaft steht und eine kleine Zahl für weniger starke Gefühle, so kann man die Beziehungen in einer Gruppe als Matrix darstellen:
Paul Anna Peter
Paul - 10 5
Anna -8 - 15
Peter 2 10 -
Paul mag Peter und Anna, aber Anna fühlt er sich näher als Peter. Anna hingegen haßt Paul, fühlt sich aber sehr stark zu Peter hingezogen. Peter findet Paul ganz nett und fühlt sich Anna sehr nahe.
Wie entwickelt sich die Gruppe, in der Anna und Peter sich gegenseitig sehr nett finden, aber Anna Paul haßt. Hat Paul aufgrund Peters leichtem Wohlwollen eine Chance in der Gruppe?
Da reale Gruppen einer mehr oder weniger starken Fluktuation ausgesetzt sind, wäre eine spannende Erweiterung der Fluktuationsaspekt: Wie verhält sich ein Modell, wenn die Mitglieder die Gruppe verlassen, die viele Feinde und wenig Freunde haben? Wie verhält sich das Modell, wenn zufällige Mitglieder die Gruppe verlassen? Was geschieht wenn neue anfänglich neutrale Mitglieder zu der Gruppe hinzustoßen oder was passiert, wenn die neuen Mitglieder anfänglich gar nicht neutral sind?
Bleibt abzwarten, wie sich dieses erstaunliche Modell weiterentwickelt.
Montag, 3. Januar 2011
Der reichste Mensch der Welt
Stellen wir uns vor, dass sie eine Batterie erfunden hätten, mit der ein Auto 5000 km weit fahren könnte und die 100 Euro kostet. Wenn sie solche Batterien einfach und ungiftig herstellen könnten und sie nicht kopierbar wären, würden sie sehr schnell zum reichsten Menschen der Welt werden.
Interessant wird es, wenn man von hier aus weiter nachdenkt und sich überlegt, was eine solche Idee für unsere Welt und Gesellschaft bedeutet, welche Veränderungen sich ergeben und welche Gefühle in uns aufsteigen, wenn wir über Konsequenzen nachdenken.
So eine Idee kann jederzeit entstehen.
Montag, 8. November 2010
WLAN funktioniert unter Windows 7 nicht
Symptome
- Ein neuer WLAN-Adapter wurde unter Windows 7 installiert (PCI-Karte oder USB-Stick)
- Die Hardware funktioniert (Lampen blinken)
- Windows hat den Treiber installiert und aktiviert (ohne Fehler)
- Im "Netzwerk- und Freigabecenter" unter "Adaptereinstellungen ändern" ist die Drahtlosverbindung inaktiv, obwohl der Treiber aktiv ist und lässt sich auch nicht aktivieren
- Die automatische Problembehebung berichtet einen Fehler mit dem Treiber
Ursache
Notwendige Dienste laufen nicht
Lösung
- In der Computerverwaltung (in Startmenü, Rechtsklick auf Computer und im Kontextmenü "Verwalten") die Dienste einschalten. Dazu Dienst und Anwendungen expandieren und Dienste auswählen.
- Bei waren folgende wichtigen Dienste ausgeschaltet:
- "Verbindungsschicht-Topologieerkennungs-Zuordnungsprogramm" (was für ein Wort!)
- "Automatische WLAN-Konfiguration"
- Rechtsklick auf den Dienst und Starten (und unter Eigenschaften automatischen Start einstellen)
- Alternativ kann man die Dienste auch mit den Programm "MSCONFIG" aktivieren.
Meiner Ansicht nach ist es ein Bug in Windows 7, dass die Dienste nicht automatisch gestartet werden, wenn der WLAN-Karten-Treiber installiert wird.
Mittwoch, 6. Oktober 2010
Unterschiede der private und gesetzliche Krankenversicherung
Seit einigen Jahren bin ich privat krankenversichert und war mir nicht sicher ob die Entscheidung richtig war. Als Single war es auf jeden Fall die bessere Entscheidung, da es für mich deutlich günstiger war. Verheiratet ist es auch noch günstiger. Wenn Kinder kommen, wird es vermutlich teurer und im Alter wird es preislich unvorhersehbar.
Über die Kostenseite kann man sich lange Gedanken machen und muss dabei im Auge behalten, dass es viele Bewegung im Gesundheitssektor gibt und sich in den nächsten 30 Jahren einiges ändern wird. Also zerbreche ich mir jetzt nicht den Kopf über 2040.
Nach einem schweren Unfall (Polytrauma, 6 Monate krank) vor über 10 Jahren habe ich mich als Kassenpatient optimal behandelt gefühlt. Daher war ich skeptisch, ob die private Versorgung wirklich so viel besser ist.
Nun hat sich im Kleinen gezeigt, dass es erheblich Unterschiede gibt: Ich hatte Karies unter einer Teilkrone und es kam zur Wurzelbehandlung, die durch die gute Leistung des Arztes trotz schwieriger Bedingungen erfolgreich war. Nach 10 Monaten habe ich mit meinem Zahlarzt über den Vorgang gesprochen und er nannte mir folgende wichtige Punkte:
- bei den Kassenmöglichkeiten einer Wurzelbehandlung kommt man auf eine Überlebenschance von ca. 65% für einen Zahn
- mit den privaten Zusatzmöglichkeiten, kommt man auf ca. 95%
-
bei mir waren die Wurzelkanäle sehr verwunden und mein Arzt hat sehr lange daran gearbeitet sie zu präparieren. Als Kassenpatient führt ein stark verwundener Wurzelkanal dazu, dass der Zahl gezogen wird.- die Behandlung mit einer Abdeckung aus Gummifolie, die Kontaminationen der Behandlungsstelle reduziert, wird bei Kassenpatienten nicht angewendet. Allein diese Maßnahme soll 20 Prozentpunkt auf den Gesamterfolg bringen.
Hier habe ich das erste Mal deutlich gespürt, dass die PKV ein Vorteil war.
Warum gibt es in Deutschland eine Zweiklassenmedizin? Warum sind Medikamenten und medizinische Geräte in Deutschland so unsagbar teuer? Und wofür gibt es so unglaublich viele Krankenkassen?